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Die CDs des Jahres 2008.

Es ist soweit – Zeit für den grossen Jahresrückblick. Meine 10 Platten des Jahres:

  1. Airbourne: Runnin‘ wild.
    Soviel Spass hat 2008 keine andere CD gemacht. Der Hardrock der australischen Jungspunde ist weder innovativ noch originell (muss er auch nicht: it’s only Röck’n’Röll…), erinnert in vielem an AC/DC und rockt kompromisslos ab. Und live in concert erst Recht eine Wucht (siehe «Genuine fist-pumping, sweat soaked Rock & Roll!»).
  2. Kings Of Leon: Only by the night.
    «Closer» ist der wohl coolste Opener einer CD seit Ewigkeiten: dieser fiebrige Synthie, diese hypnotische Gitarre, und dann diese Stimme… Mit «Sex on fire» und «Use somebody» folgen zwei weitere Songs, die wohl beide in die ewige Greatest-Hits-Setlist der Followil-Familienbande einfliessen werden.
  3. MGMT: Oracular spectacular.
    Welcher Hit aus dem Hit-Dreigestirn «Time to pretend», «Kids» und «Electric feel» ist der Beste? Nicht so wichtig, Hauptsache die psychedelische Musik ist zurück! Und mit ihr die Hippies.
  4. Hercules And Love Affair: dito.
    Trotz dem Neo-Disco-Geniestreich «Blind» (gesungen von Antony Hegarty) bleibt diese CD ein Verführer: selbst die sexyste Basslinie schleicht sich in Seitenschritten heran und schwüle Vocal-House-Anspielungen treiben ein subtiles Spiel mit der Euphorie.
  5. Santogold: dito.
    Pop-Rock-Electro-Punk-New Wave mit Reggae-, Dub und Dancehall-Rhythmen. Oder was?
  6. Hot Chip: Made in the dark.
    So muss Pop im Jahr 2008 klingen: der Floorfiller «Ready for the floor» ist nur der Anfang einer ganzen Reihe von Ohrwührmern.
  7. Züri West: Haubi songs.
    Nach den eher durchzogenen letzten zwei Platten folgt hier die Rückkehr zu alten Stärken: Schöne Melodien, starke Texte und gelungene Cover-Versionen: «Johnny & Mary» von Robert Palmer und «Just dropped in (to see what condition my condition was in)» von Kenny Rogers. Geili Sieche!
  8. Sébastien Tellier: Sexuality.
    Wunderschöne chillige Mischung aus Electropop und Chansons mit Singer-/Songwriter-Qualitäten. Der Pariser durfte mit «Divine» für Frankreich an den Eurovision Song Contest.
  9. Esperanza Spalding: Esperanza.
    Die 24-jährige Sängerin und Kontrabassistin aus Portland, Oregon gilt als neuer Stern am Jazz-Himmel. Neben Old-School-Swing sind auch Bossa Nova und Tango auf ihrem selbstkomponierten, arrangierten und produzierten Debütalbum zu hören. Am 30. Januar 2009 live in der Tonhalle Zürich zu bewundern.
  10. Eagles Of Death Metal: Heart on.
    Jesse «Boots Electric» Hughes und Josh Homme (QOTSA) rumpelrocken sich durch ihr drittes Album: mal krachend, mal groovend, mal hypnotisierend, aber immer schön sexy. Geiler Rockscheiss! Und nebenbei mit dem Booklet des Jahres gekrönt…
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4 Comments

  • Reply jj

    Sehr feine Website, die ihr 2 da gebastelt habt, Kompliment! Und eine sehr feine Säne-Best-of-2008-Liste, die ich vorbehaltlos unterschreiben kann (Kings Of Leon: Hammer! Airbourne: was für ein geiles, schweisstreibendes Konzert! Hot Chip, MGMT, Eagles Of Death Metal…)! Also dann hier mal meine TopTen:

    1. Able Baker Fox – Voices
    Nach 20x Durchhören meine Lieblingsplatte im 2008 (die wahrscheinlich wieder mal keine Sau kennt), eine geile Mischung aus Rock, Hardcore und Prog. Spitzensongs, super produziert, den Jungs wünsch ich den ganz grossen Durchbruch.

    2. Blackmail – Tempo Tempo
    Neben den Beatsteaks derzeit die beste deutsche Band, Soundwände mit 2 Gitarren, die ohne Ende rollen und darüber eine ganz eigene Stimme. Und was für ein Konzert in der Roten Fabrik!

    3. These Arms Are Snakes – Tail Swallower and Dove
    Oh Mann, die Jungs können was! Wer auf direkten Hardcore steht, hat hier echt was in den Händen. Technisch perfekt, eine Rhythmus-Sektion, die dich aus den Socken bläst, nach zehnmal Durchlauf wirst du süchtig…

    4. Black Mountain – In The Future
    Schmeiss das Bong an, wirf dich in die Sofaecke und direkt zurück in die 70er! Psychedelischer Rock mit klassischen Rock-Riffs, Kirchenorgeln und absolut betörendem Männer- und Frauengesang. Stormy High!

    5. Radiohead – In Rainbows
    Technisch gesehen eine 07er-CD, mir hat sie aber das 08 versüsst. Radiohead bleiben Radiohead, du liebst sie oder du kannst nicht viel mit ihnen anfangen. Ich liebe sie, erst recht nach diesem Meisterwerk!

    6. Portugal. The Man – Censored Colors
    Nicht ganz so stark wie ihr Zweitling «Church Mouth», wer aber im Abart zu Zürich das Konzert des Jahres abliefert und 2 Stunden jammt, das einem die Tränen kommen, gehört ganz einfach in die TopTen (die Jungs kommen übrigens aus Alaska und sind etwas über 20 Jahre alt, die werden gaaaaaaaaaaanz gross).

    7. Okkervil River – The Stand Ins
    Schliesst nahtlos an ihre 07er «The Stage Names» an. Wunderschöner Country-, Indie-Rock zum Mitwippen und -summen aus Austin, Texas (ja, da kommen auch gute Sachen her, siehe «And They Will Know Us By the Trail of Dead», die im Februar eine neue Scheibe rausbringen).

    8. Muse – Haarp
    Zweifellos DIE Live-CD des Jahres! Was für eine Stimme, was für Songs, was für eine Soundqualität, und die Jungs sind du dritt! Ich will unbedingt ans nächste Muse-Konzert!

    9. Death Cab for Cutie – Narrow Stairs
    Ich kann normalerweise mit Pop-Rock nicht viel anfangen, wenn er aber so leichtfüssig und lässig daherkommt wie hier… Spitzensongwriting und eine Stimme, die du nicht vergisst.

    10. The Young Gods – Knock on Wood
    Meine alten Helden haben eine Accoustic Session aufgenommen. Kommt natürlich nie an die «echten» Young Gods ran, ist aber eine Super-Gute-Laune-Scherbe mit Wohlfühl-Garantie und erinnert mich an DAS Konzert des Jahres 07 in der Roten Fabrik.

    3. Februar 2009 at 22:30
    • Reply Sandro

      Hi JJ, merci fürs Kompliment und vor allem deine Top-Ten. Geile Siech! Da werde ich mir wohl noch das Eine oder Andere auf die Ohren geben müssen… :-))

      4. Februar 2009 at 18:09
  • Reply clint

    jaja, eine sehr säne-lastige liste, ist aber auch kein wunder ;-))
    für mich fehlt vor allem der kracher „nude with boots, melvins“ (was für ein hammerkonzert im fri-son) und der gutelaunezürireggae von phenomden. anyway, cheers, eine sehr schöne site, weiter so. werd sicher hin und wieder reinschauen. und freue mich auf die nächste sound-tauscherei. ps.: und warum fehlt die good-ol‘ lady grace jones, war doch auch ein supernettes album!

    26. Januar 2009 at 19:24
    • Reply Sandro

      Merci fürs Kompliment. Und glaube mir, diese Auswahl zu treffen war für mich schon schwierig genug, es hätten gut und gerne auch die 20 CDs des Jahres daraus werden können…
      PS: Die Melvins darfst du mir gerne vorstellen!

      26. Januar 2009 at 19:41

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