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Lauwarmes Gurtenfestival 2009.

Nachdem die Ankündigung der ersten Headliner des Gurtenfestivals noch für Begeisterung sorgte, kehrt mit der Präsentation des (fast) kompletten diesjährigen Programms wieder Ernüchterung ein: Die Gallaghers können von mir aus ruhig in England weiter pöbeln. Patent Ochsner zum zweihundersten Male? Wie originell… ausserdem sind sie, wie übrigens auch Soulman Seven, in der kommenden Woche schon im Bierhübeli zu hören. Die Lovebugs kann man nach ihrem Eurovision-Song-Contest-Abenteuer eh nicht mehr ernst nehmen und Tricky ist ebenfalls ein mehrfacher Wiederholungstäter, auf den wohl niemand gewartet hat.

Immerhin, Röyksopp kehren nach ihrem unvergessenen Auftritt auf der Zeltbühne im Jahr 2003 auf den Gurten zurück, und mit den vom 80er New Wave beeinflussten White Lies und den irischen The Script konnten vielleicht zwei künftige Rockgötter verpflichtet werden. Und Phenomden, der Mundart-Reggae-Sänger aus Züri, wird zusammen mit seiner Live-Band The Scrucialists bestimmt die Sonne aufgehen lassen.

Aber wo bleiben die wirklich heissen Acts wie z.B. The Ting Things oder The Whip (beide auf deutschen Festivals zu bewundern), die kunterbunte Berliner Zirkusband Bonaparte (mit dem Schweizer Tobias Jundt alias Signorino TJ), die australischen Empire Of The Sun mit dem kommenden Sommerhit «Walking on a dream», die dänischen Discorocker WhoMadeWho, deren neues Album «The Plot» am Freitag erscheint, die Neuseeländerin Ladyhawke mit dem Heuler «Paris is burning», das englische Synthiepop-Duo La Roux oder die Berner Indierocker Monorev?

Verpassen Philippe Cornu und «sein» Festival jetzt endgültig den Anschluss? Und was soll meine Wenigkeit da tun? Den Boykott verlängern oder wenigstens am Donnerstag (spät) und am Sonntag abends auf den Berg pilgern? Hmmmm…

 

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1 Comment

  • Reply Rocker

    Nun, die Appaloser wollen sich dieses Jahr, nachdem sie in der Vergangenheit x-fach gescholten wurden, mal wieder das Gitarrengwändli überziehen. Aber halt nur wieder halbwegs, schliesslich dürfen Cornu & Co. das puberdiätende Publikum ab 15 nicht vollends vergraulen – die sind schliesslich das (musikalisch unmündige) Publikum von morgen und übermorgen.

    Richtig wummern würden die Gitarren eh nur, wenn das Güsche-Line-up auch wieder mal mit einem Kracher à la Motörhead, Monster Magnet oder so aufwarten würde. Von mir aus dürfte es dann sogar wie anno 2001 aus Kübeln schiffen, als ich in Flipflops im Moshpit vor der Bühne stehend Lemmys Warze obduzieren konnte.

    Sollte Cornu nun doch noch Airbourne aus dem Ärmel zaubern, wäre das Festival gerettet. Dann dürfte er von mir aus sogar Francine Jordi feat. Hudigäägeler-irgendwas bringen. Wetten, die Adrenalin-geschwängerten Aussies würden mit den Gallaghers nur zu gerne eine Schleglerei anzetteln?

    20. März 2009 at 9:00
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