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    Die CDs des Jahres 2012.

    Fast, aber nur fast wäre mein 2012 ein Schweizer Jahr in der Musik geworden. Nachdem aber Stephan Eichers «L’Envolée» im Vergleich zur grandiosen Single «Le Sourire» doch etwas abfiel und mich Züri West insbesondere mit der lahmen Live-Umsetzung von «Göteborg» nicht zu überzeugen vermochten, blieb als strahlende Siegerin einzig die wunderbare Sophie Hunger übrig.

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    Troublemaker & Co. – neue Musik.

    In diesen mit viel Musse gesegneten Tagen finde ich Zeit, wieder einmal ausgiebig nach neuer, spannender Musik zu forschen. Denn diese gibt es trotz dem unsäglichen Einheitsbrei, den man heutzutage in der Hitparade, am Radio generell und zum Teil leider auch an Festivals hören muss, nach wie vor. Deshalb möchte ich es nicht unterlassen, an dieser Stelle auf 3 Newcomer aufmerksam zu machen, denen ich eine grosse Zukunft vorhersage.

    Da wären erstens Vintage Trouble aus Los Angeles. Der Name ist Programm: mit dynamischem Schlagzeug, atemlosen Gitarrenriffs und leidenschaftlichem R&B-Timbre des Sängers und Leaders Ty Taylor verzücken sie mit einer Mischung aus Freakbeat, Memphis Soul und British Blues Rock der 60er-Jahre. Ihre stark wachsende Fangemeinschaft nennt sich «Troublemaker», und reist ihren Lieblingen überall hinterher. Wer gerne Teil davon sein möchte, hat am 24. Juli anlässlich des Blue Balls Festival in Luzern (Late Night Show ab 23.00 Uhr im Schweizerhof!) oder am 7. August IMFLUSS zu Basel Gelegenheit dazu.

    [youtube]http://youtu.be/6fbMmrDItSg[/youtube]

    Zweitens ist da Twin Shadow: der leicht exaltierte, experimentelle Erneuerer und Erinnerer des hochromantischen Popsongs huldigt auf seinem Ende Juni erschienen zweiten Album «Confess» unverkennbar den 80er-Jahren, auch wenn er von denen gemäss eigener Aussage gar nicht so viel hält. Aber ich glaube ihm, wenn er sagt, dass sich seine Auftritte trotz Synthiefanfaren, dünnen Drumcomputer-Claps und den ewigen Funk-Gitarren ungeahnt energisch und raurockig präsentieren sollen.

    [youtube]http://youtu.be/HiC9XNQSxFQ[/youtube]

    Und drittens Jessie Ware. Die Engländerin veröffentlich Mitte August ihr erstes Album «Devotion» und gilt jetzt schon als die künftige Grande Dame des New UK Soul (oder die neue Sade?). Ihr Video zur ersten Single «Running» tropft auf jeden Fall nur so vor Eleganz.

    [youtube]http://youtu.be/kvlFWmvgeVI[/youtube]

    Über den grossen Aletschgletscher.

    28 Jahre nach meiner eigenen Erstbegehung des Aletschgletschers wollte ich meiner bezaubernden Angetrauten die Faszination des ewigen Eises ebenfalls etwas näherbringen und sie meinerseits übers Glatteis führen. Mit den harten Kernen der legendären VIDEC Seleção, des Runden Leders sowie einigen zugewandten Orten fanden sich bald sympathische Mitstreiter für dieses Vorhaben.

    Die beiden Bergführer des Belalp Alpin Centers hatten trotz der verregneten Woche bereits am Mittwoch grünes Licht für die anstehende Tour gegeben. Und siehe da, am Samstag Morgen präsentierte sich das Wetter tatsächlich von seiner besten Seite. So machte sich die 16-köpfige Seilschaft frühmorgens via Interlaken, Lauterbrunnen, Wengen und die Kleine Scheidegg auf den Weg aufs Jungfraujoch.

    Von hier an gings abwärts, durch den Schnee ins Wallis und über den längsten Gletscher der Alpen im UNESCO Weltnaturerbe Richtung Konkordiaplatz und weiter bis zur berühmt-berüchtigten Aluminium-Treppe, die über 450 Stufen und 120 Meter Höhendifferenz hoch zur Konkordiahütte des SAC führt. Nach diesem spektakulären Aufstieg hatten wir uns ein kühles Blondes auf der sonnigen Terrasse verdient. Mit einem hüttentypischen Abendessen (Suppe und Riz Casimir) liessen wir den Abend anschliessend gemütlich ausklingen.

    Am nächsten Morgen dann die unangenehme Überraschung: der Konkordiaplatz lag in tiefhängenden Wolken und Nebel verhüllt unter uns. Und kurz nach dem Abstieg auf den Gletscher über ein Geröllweglein begann es zu regnen. Nichtsdestotrotz wurden die Steigeisen montiert, und die Traversierung in Richtung Kranzberg-Moräne fortgesetzt. Zum Glück zeigte sich schon bald darauf die Sonne wieder, und wir wurden für die Erfrischung von oben durch einen prächtigen Regenbogen über dem Gletscher entschädigt.

    Der erwähnten Moräne folgten wir bis auf die Höhe des Märjelensees. Den dortigen Ausstieg vom Gletscher empfand ich als visuellen Höhepunkt: hier türmen sich die Eismassen meterhoch. Dazwischen liegen Spalten, die bis zu 40 Meter in die Tiefe reichen. Das Gletschermeer leuchtet in türkisblauen Farben. Während sich dessen Rand eher wie eine Wüste vor einem ausbreitet. Wie in einer anderen Welt. Wunderschön. Faszinierend. Ein traumhaftes Erlebnis!

    Prachtvolle Alpenflora am Jaun.

    Eine wunderschöne Bergwanderung führte uns vom Jaunpass über den Hundsrügg nach Schönried. Die Alpenwiesen präsentierten sich farbenfroh und verwöhnten unser Auge insbesondere mit zahlreichen Enzianen und Berganemonen. Die Alpenrosen werden in kurzer Zeit grosse Flächen in bezauberndes Rosa tauchen.

    Die Weitsicht auf die umliegenden Berge, insbesondere die Bergkette der Gastlosen ist imposant aber auch der Blick ins Simmental und das geliebte Stockhorn sind mehr als präsentabel. Und im Südosten ragt der vereiste Gipfel des Wildstrubels in den Himmel. Mit zwei Picknick Pausen erwanderten wir die Route über 600 Höhenmeter in 6 Stunden abwechselnd bei Sonnenschein, forschem Wind und angenehmen Temperaturen.

    In Schönried gönnten wir uns nach einem kühlen Blonden ein köstliches Essen mit ausgezeichnetem Cornalin aus dem Hause Defayes & Crettenand auf der Sonnenterrasse des Restaurants Kernen. Ein glücklicher Tag in den Schweizer Bergen.